Wenn keine Zeit bleibt, eine Datei zu suchen
In einer Live-Sendung müssen manche Elemente sofort verfügbar sein: ein Jingle, eine Station-ID, eine kurze Ansage, ein Effekt oder ein Drop-in. Wenn der Operator jedes Mal die Bibliothek öffnet, nach dem Namen sucht und das Element in die Playlist einfügt, ist das nicht mehr „sofort“. Genau dieses Problem löst die Cartwall.
So funktioniert es
Die Cartwall hat 12 Pads (Slots), denen Sie Audiodateien zuweisen. Jedes Pad hat einen eigenen Namen und eine eigene Farbe, und die Belegung bleibt über Neustarts der Anwendung hinweg erhalten. Sie starten ein Pad per Doppelklick oder mit den Tasten F1–F12; per Rechtsklick hören Sie es über Cue vor, tauschen Datei oder Farbe aus oder leeren es.
Läuft ein Element über die Musik, senkt die Anwendung die Musik vorübergehend mit der eingestellten Geschwindigkeit auf den eingestellten Pegel ab, statt beide Quellen in voller Lautstärke spielen zu lassen.
Ein Anwendungsbeispiel
Ein Moderator hat ein Sendungsintro, die drei meistgenutzten Jingles, einige kurze Effekte und einen Promo-Trailer. Statt eines eigenen Ordners und manuellen Einfügens verteilt er sie auf die Pads — während der Moderation oder eines Übergangs genügt ein Klick.
Warum Farben und Namen sinnvoll sind
Bei Funktionen, die live genutzt werden, ist schnelles visuelles Erkennen wichtiger als ausführlicher Text. Eine Farbe trennt Jingles von Effekten, Promo-Material oder Station-IDs, und ein kurzer Name hilft, den Inhalt zu erkennen, ohne den ganzen Dateinamen zu lesen.
Ihre Vorteile
- sofortiger Zugriff auf häufig genutzte Audioinhalte;
- weniger Fensterwechsel während der Sendung;
- geringeres Risiko, die falsche Datei zu erwischen;
- eine eigene Pad-Belegung, die gespeichert bleibt;
- klarere Kontrolle über das Live-Programm.
Cartwall und Playlist sind nicht dasselbe. Die Playlist ist eine zeitliche Abfolge von Inhalten, die Cartwall eine Sammlung von Elementen, die „jetzt“ verfügbar sein müssen. Deshalb haben beide ihren Platz im Live-Studio.